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Familienvater, Landwirt und Vorsitzender des Vorstandes der Hochwald Milch eG. Wie bekommt man das unter einen Hut? Mit einer guten Organisation und einer großen Überzeugung. Beides ist aktuell auch mehr denn je gefordert, da in den nächsten Jahren mit der Umsetzung der Strategie die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Hochwald gestellt werden.

Viel Reisetätigkeit war notwendig, um die vielen Fragen rund um die Strategie zu beantworten. „Die Landwirte haben das Recht, dass wir alle Fragen und Bedenken sehr ernst nehmen“, sagt Peter Manderfeld. Deshalb waren sowohl der Vorstand als auch die Geschäftsführung viel vor Ort und haben die Hintergründe der neuen Strategie erläutert und dargestellt. „Das gute Ergebnis auf der außerordentlichen Vertreterversammlung zeigt die Kraft unserer Genossenschaft."

GENOSSE DURCH UND DURCH

Der Hof, den die Familie Manderfeld in siebter Generation bewirtschaftet, befindet sich seit über 250 Jahren in Familienbesitz und hat sich in seiner Geschichte – bei aller Kontinuität – deutlich verändert und sich den Anforderungen der Zeit angepasst. „Als Milchbauer bin ich heute nicht nur Tierexperte, sondern ich muss zu gleichen Teilen auch Kaufmann sein“, sagt Peter Manderfeld. „Der Taschenrechner gehört grundlegend zur Ausstattung dazu, um genau wissen, wo welche Kosten entstehen."

Warum Peter Manderfeld seinen Hof als Mitglied einer Genossenschaft führt, erklärt er mit einem Satz: „Ich bin Genosse durch und durch.“ Die Idee von Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen – inzwischen immaterielles Weltkulturerbe – stärkt bis heute die einzelnen Mitglieder der Genossenschaft. „Gemeinsam können wir unsere Interessen viel besser vertreten und unser Schicksal gestalten. Schließlich sind wir Eigentümer der Genossenschaft und haben direkten Einfluss darauf, was mit unserem Unternehmen passiert.“ Bewusstsein für Genossenschaft weiter stärken. Sicherlich sind manche Entscheidungswege innerhalb einer Genossenschaft manchmal länger als in anderen Gesellschaftsformen. Doch die Genossenschaft hat einen anderen Vorteil: Einmal getroffene Entscheidungen sind in der Regel nachhaltig, da alle mitgenommen wurden. „So heterogen wir als Genossenschaft aufgestellt sind, so vereint streiten und kämpfen wir für unsere Ziele: Wir wollen den Verbrauchern hochwertige und naturnahe Produkte aus dem einzigartigen Rohstoff Milch anbieten. Und das zu einem fairen Preis für Verbraucher und Erzeuger.“ Peter Manderfeld kämpft dafür, die Genossenschaftsidee auch im 21. Jahrhundert mit ihren Vorzügen weiter zu stärken. „Wir müssen sicherlich noch einmal dafür werben, dass wir alle Inhaber unserer Hochwald sind.“

Kondensmilch ist bei jungen Konsumenten faktisch nicht mehr im Warenkorb vertreten – diese Zielgruppe greift nach ökologischen, leichten Produkten. Etwa dem Naturjoghurt für das Müsli am Morgen. Andererseits nimmt der Anteil an ready to drink-Getränken stetig zu. „Trends, die wir erkennen und auf die wir reagieren müssen“, ist sich Peter Manderfeld sicher. „Wir sind Milchspezialisten und haben die Kompetenz, unseren Kunden hochwertige Produkte zu bieten. Diese Trumpfkarte müssen wir ausspielen.“

Familienmensch, Landwirt und Vorsitzender des Vorstandes. Im Prinzip sind das drei Vollzeitbeschäftigungen, die Peter Manderfeld in einer Person vereint. Wer sich mit ihm unterhält, versteht wie er die einzelnen Aufgaben angeht. Ganz ohne gestresst zu wirken. Zum einen ist das die Liebe zu seiner Arbeit. Für ihn gibt es keinen schöneren Beruf als Milchbauer. Zum anderen ist das eine Familie, die ihn trägt und die ihn unterstützt, auch wenn einmal etwas mehr Arbeit an ihnen hängen bleibt.

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05.08.2020 |pdf (6 MB)
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